 |

Im 18. Jhdt. umgaben die Reihen
dieser Rebe, die mittlerweile fester Bestandteil der phlegräischen Landschaft
geworden war, eine Villa in nüchternem neapolitanischem Architekturstil, die Sommerresidenz
der Adelsfamilie Zasso.
Und zwischen diesen Weinbergen
rannte und wuchs die kleine Matilde auf, wobei ihre Zöpfe sich zwischen den hellen,
sonnengeschwollenen Beeren verloren. Jedes Jahr kam mit der Weinlese auch das
Ende der "Sommerfrische" und die Weinpressung war das letzte Spiel vor Öffnung
der Schulen. Matilde spielte "Wein machen" mit Salvatore, dem Sohn des Gutsverwalters,
ein von Salz und Sonne gebräunter Junge mit schwarzen Locken und Augen mit der
Farbe des Meeres. Im Laufe der Jahre erhielt dieses Spiel immer neue Bedeutungen,
bis Matilde eines Tages im Spätseptember Ende des Jahrhunderts zur Überraschung
und zum Verdruss des Grafen Zasso entschied, nicht nach Neapel zurück zu kehren.
Sie bekamen viele Kinder. Heute
wird der echte Falanghina nur in den Phlegräischen Feldern erzeugt und das "Gut
Matilde Zasso", im Herzen dieser Gegend, zu Füßen der Akropolis, im Schutz des
magischen Mythos der Sybille gelegen, ist einer der wichtigsten Produzenten dieses
Weins.
Sein Sitz ist eine Villa nüchterner
neapolitanischer Architektur, die von Weißweinreben-Reihen umgeben ist. Entscheidungen
und Zeiten werden von Salvatore Vicidomini und seinen Söhnen getroffen, von denen
jeder mit präzisem Auftrag für einen Sektor des Unternehmens zuständig ist, vom
Weinbau bis zum Keltern, von der Lagerung bis zur Abfüllung vom Vertrieb bis zum
Marketing.
Die Söhne des Herrn Vicidomini sind zahlreich und die liebenswürdige Hausherrin heißt Matilde, aber sicherlich handelt es sich nur um einen geheimnisvollen Fall von Gleichnamigkeit, einen seltsames Zusammentreffen. Beunruhigend ist es doch …
 |
|